POS Erhebung
POS steht für „Point of Sales“ und bezeichnet damit das Geschäftslokal, in welchem der Endverbraucher ein betrachtetes Produkt einkaufen kann. Oft ist auch analog von einem „Outlet“ die Rede.

Gerade im Lebensmitteleinzelhandel ist es häufig als Produzent einer Ware interessant in Erfahrung zu bringen, auf welche Art und Weise die Produkte beim Händler dargeboten werden.
Aber auch Bankfilialen oder Geschäfte und Restaurants von Franchisenehmern geraten zunehmend in den kritischen Blick der Strategieverantwortlichen. Um sich einen guten Überblick von dieser wichtigen physischen Schnittstelle zum Endkunden verschaffen zu können, wurde die Methode der POS–Erhebung (auch: Store Check, Testkauf oder Mystery Shopping) entwickelt. Dieses Erhebungsinstrument kann für vielfältige Zielstellungen eingesetzt werden:
Erfasst werden können unter anderem:
- Preisauszeichnung
- Sortimentsbreite / -tiefe
- Packungsgröße / -varianten
- Anzahl der SKUs („Stock Keeping Units“, also verschiedene Varianten
eines Produkts, beispielsweise Packungsgrößen, Körpergrößen, Farbe,
Geschmacksrichtungen, etc.)
- Anzahl der „Facings“ (Anzahl der nebeneinander platzierten
Produktverpackungen einer Variante -> Länge der dedizierten
Verkaufsregale)
- Gesamtverkaufsfläche und Aufteilung (bspw. Tagesrhythmus im
Supermarkt)
- Produktpräsentation (Regalhöhe, Displays etc.)
- Produktauszeichnung
- Personal- / Servicequalität
- Regalplatzanordnung
- Lage und Erscheinungsbild des Geschäftslokals
(Kombinierbare) Erhebungsinstrumente sind bspw.:
- Kaufbeobachtung
- Competitive Buying
- Konsumenteninterviews
- Interviews mit Verkaufspersonal
- Schriftliche Notierung der Preise
- Standortanalyse
- Layout- / Standortpläne
- Foto- / Videoaufzeichnung
- Auswertung Prospektmaterial.
Als potenzielle Auftraggeber eines Store Checks kommen in Frage:
Auftraggeber: Hersteller
- Werden die eigenen Produkte bei diesem Filialisten überhaupt
angeboten?
- Werden sie entsprechend der vom Hersteller verfolgten
Marketingstrategie präsentiert (Pricing, Positionierung etc.)
- Wieviele und welche Wettbewerbsprodukte werden (zu welchem Preis)
ebenfalls angeboten?
Auftraggeber: Handel
Fragestellungen:
- Welche Produkte hat die Konkurrenz im Sortiment?
(etwa Anteil Hersteller- zu Handelsmarken)
- Wie werden diese präsentiert (Pricing, Positionierung etc.)
- räumliches Layout des POS.
Die Analysten von Gayer Consulting haben in den vergangenen zehn Jahren zahlreiche Store Checks durchgeführt, zumeist mit nationalem Fokus. Allerdings ist es uns mittels unserer befreundeten Partnerinstitute auch jederzeit möglich, (zeitgleich) Untersuchungen in zahlreichen anderen Ländern „aus einer Hand“ durchzuführen.
Die Bandbreite der von uns abgewickelten Aktionen (über 30 größere Projekte) umfasst unter anderem Erhebungen zu folgenden Produkten:

- Nahrungsmittel, diverse, etwa:
. Marmeladen und Konfitüren
. Salzgebäck
. Speiseeis
. Joghurts
. Schokoriegel
. Essig und Dressings
- Gesundheits- und Hygieneartikel
. Zahncreme
. Einwegrasierer
. Inkontinenzprodukte
. Vitaminpräparate
- „Weiße Ware“ (hier diverse, etwa Waschmaschinen, Kühlschränke)
- „Braune Ware“ (hier diverse, etwa: TV, Video, Hifi, Telekommunikation
- Sportartikel (hier: Laufschuhe)
Hierbei haben wir u.a. die folgenden Outlet-Arten untersucht:
- (Lebensmittel-) Filialisten unterschiedlicher Größen
- Lotto-Toto-Geschäfte
- Sportgeschäfte
- Kioske
- Apotheken
- Reformhäuser
- Kaufhäuser
- DIY - Baumärkte
- Spezialhändler
- Bankfilialen


